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Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl

Das liebe Vieh, egal ob Hund, Katze, Kuh oder Pferd, bereitet manchmal Sorgen. Wenn es krank wird, ist Aufmerksamkeit gefragt. Tiere können ihre Leiden nicht in Worte fassen, darum muss der Tierbesitzer rasch entscheiden, wie er vorgeht. Braucht es eine Tierärztin? Reicht die Stallapotheke? Margrit Fischer ist dipl. Drogistin HF und führt mit ihrem Team seit mehreren Jahren in Belp eine Drogerie für Tiergesundheit. Die 57-Jährige ist in dem Berner Vorort auf einem Bauernhof gross geworden. «Man braucht das Verständnis dafür, dass die Landwirte von den Tieren leben», ist sie überzeugt. Somit reiche es nicht, Tiere «nur» gernzuhaben. Die Mitarbeiterinnen sind alle auf dem Bauernhof aufgewachsen und bringen diese Voraussetzung mit.

Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl

Margrit Fischer wuchs auf einem Bauernhof auf und hat Verständnis für die Ansprüche von Tierbesitzern und Landwirten.

Hilfe für Tier und Halter

Betritt man die Drogerie, sieht man eine anschauliche Auswahl an Produkten, fein säuberlich nach Tierkategorie sortiert. Hier findet man Kräuter- und Pulvermischungen, Sirups, Sprays und Tropfen, homöopathische Globuli, und es gibt sogar eine kleine Ecke für die menschlichen Wehwehchen (Salbe bei Gelenkschmerzen, Wärmepflaster, Hustensirup, Schmerzmittel etc.) Margrit Fischer betreibe die Drogerie zum Wohle von Menschen und Tieren, heisst es auf der Website. Oft müssten die Halterinnen und das Tier zusammen betrachtet und behandelt werden. Sei der Hundebesitzer ängstlich, übertrage sich dieses Gefühl auf das Tier. Auch Pferde seien sehr feinfühlig, weiss die Rösselerin. Um sich ein Problem näher anzuschauen, braucht es eine gute Beratung, und diese wird in Belp angeboten. Die Drogistin hat dazu eine Sitzecke im Geschäft eingerichtet. Hier findet man Platz auf Strohballen und Fellen und geht der Ursache von Gesundheitsproblemen auf den Grund. Oder man nimmt Platz auf einem Hocker, auf dem die ausgedienten Kavallerie-Sättel des Vaters fixiert sind.

Um Problemen auf den Grund zu gehen, stehen für Beratungen nostalgische Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl
Veränderte Ansprüche

Margrit Fischer hat Ende der 1980er-Jahre ihre Ausbildung zur Drogistin absolviert, und schon damals war die Tiergesundheit ein fester Bestandteil ihrer Arbeit. «Heute sind die Betriebe grösser und effizienter geworden. Früher wurde hauptsächlich Milchwirtschaft betrieben, und es gab kaum Mutterkuhhaltung», erklärt die Belperin. Heute hätten die Mutterkuhhalter einen festen Platz in ihrem Kundenkreis. Die Ansprüche in der Tierhaltung hätten sich generell verändert und erhöht, und das habe Auswirkungen auf das Tier und auch auf den Tierhalter, bemerkt Fischer. Resistenzen nähmen zu, und der Druck auf die Tierhalterinnen steige.

Auch die Drogerie ist vor einer starken Regulierung nicht geschützt. Es gibt viele Vorschriften zu beachten, und es werden stetig mehr. Aber die Drogeriechefin betont, dass es ebenso positive Veränderungen gebe. Die Akzeptanz sei grösser geworden, und der Einsatz von Komplementärmedizin sei vielerorts mittlerweile gang und gäbe. Die Drogerie hat in ihrem Portfolio auch Kurse. «Vor zehn Jahren besuchten hauptsächlich Frauen unsere Homöopathiekurse. Heute sind auch die Männer mit an Bord.»

Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl
Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl

Im Labor der Drogerie mischt das Fischer-Team Produkte zusammen, welche ihrer Kundschaft als Hausspezialitäten zur Verfügung stehen. Einige sind auf der Basis von Kräutern, andere haben Schüsslersalze als Ausgangsbasis. Für Hunde und Katzen werden Würste aus «echtem Fleisch» verkauft. Im begehbaren Gefrierschrank gibt es eine Auswahl an Knochen für jede Hundegrösse. Immer wieder kommen Kundinnen und Kunden ins Geschäft und holen sich die Taschen mit dem individuell vorbereiteten Futter ab. Es sind Landwirtinnen, Pferdebesitzer, Hobby-Tierhalterinnen, Hunde- und Katzenbesitzer und vermehrt auch Alpakahalterinnen. «Die aussergewöhnlichsten Tiere waren ein Kamel mit Wachstumsschmerzen und Elefanten, die Bachblüten benötigten», erzählt Fischer. Auch ihnen konnte sie helfen.

Drogierie Fischer - Margrit Fischer - Tierwohl

Das Angebot in Belp ist gross, und trotzdem betont die Drogistin, dass ihre Mittel eine Diagnose und eine Behandlung durch den Tierarzt nicht ersetzen würden. «Wir sind wie ein Puzzle-Teil», und sie sieht ihr Angebot als Ergänzung. Fischer gibt zu bedenken, dass in der Schweiz eine grosse Vielfalt von schulmedizinischen Medikamenten, technischen Möglichkeiten für Abklärungen und Diagnosen und verschiedenste komplementärmedizinische Therapieformen zur Verfügung ständen. Das sei nicht überall so. «Wir können die Synergien von Schulmedizin und Komplementärmedizin optimal nutzen», betont die Drogistin.

«Am meisten Geld spart man aber mit Prävention», und dafür hat Margrit Fischer einen guten Tipp: Das Stallbänkli, auf dem früher der Morgenkaffee getrunken wurde, müsse wieder aufgestellt werden. Denn nur wer sich Zeit nehme, die Tiere zu beobachten, erkenne frühzeitig, wenn Probleme auftauchten.

https://drogerie-fischer.ch/

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