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18 Fragen an Anna Rossinelli

 

Welches Bauernhoftier hättest du gern als Haustier?

Ein Schweinchen fände ich herzig. Oder ein Pony. Ein schwarz-weisses wie das Pferd von Pippi Langstrumpf.

Land oder Stadt?

Stadt. Ich habe immer in der Stadt gelebt, obwohl ich gern auf dem Land bin. Es ist herrlich, in den Ferien in einem abgeschiedenen Haus zu sein. In der Stadt habe ich aber mehr Anschluss. Das ist mir wichtig, da ich kein Auto habe, aber schnell von A nach B kommen will.

Fleisch oder Gemüse?

Gemüse. Ich mag Fleisch, aber ich würde lieber jeden Tag Gemüse essen. Zumal es eine grössere Auswahl an Gemüse gibt. Und weil es langfristig Sinn ergibt, dass wir weniger Fleisch essen. Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt. Und alle wollen immer alles. Das ist nicht möglich. Darunter leidet die Welt, und wir müssen für eine Pause sorgen.

Käse oder Gemüse?

Gemüse. Ich habe nicht gern Käse. Ich esse Parmesan in der Lasagne und Mozzarella auf der Pizza. Aber Fondue und Raclette würde ich nie essen. Ich finde es schon schlimm, den Käsegeruch einzuatmen. Kein Schweizer kann mich verstehen. Aber ich sage euch, es gibt solche Leute wie mich.

Käse oder Fleisch?

Fleisch. Weil ich das andere eben nicht mag. Aber ich esse keinen Fisch, keine Innereien und kein Fett. Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti finde ich gut. Aber eigentlich mag ich vor allem die Beilagen. Ich habe auf meinem Teller lieber viel Kartoffelstock und wenig Rindsfilet. Mit einem Rindsfilet kann man mich grundsätzlich nicht glücklich machen.

Was isst du am liebsten zum Znacht?

Allgemein liebe ich die italienische Küche mit viel Kohlenhydraten. Ich könnte nie nur einen Salat zum Znacht essen. Pasta mag ich in allen Variationen. Penne all’arrabbiata finde ich megageil. Ein guter Sugo, auch mal eine Bolognese schätze ich sehr. Pasta alla Norma mit Aubergine und Ricotta schmeckt mir. Oder eine Parmigiana. Schnitzel esse ich alle vier Monate in einem Restaurant. Das finde ich sehr gut. Wenn ich selbst koche, gibts oft Ratatouille mit Reis, Risotto oder Ofengemüse, das geht schnell und ist praktisch mit einem Kind.

 

Welches Gemüse wärst du?

Vielleicht eine Aubergine. Die sind toll zum Anfassen und zum Anschauen. Es gibt gefleckte, die sind besonders schön.

Bio oder konventionell?

Ich achte sehr darauf, was ich koche, und gehe gern auf Märkte. Die Nahrung schmeckt besser, hält viel länger, und ich habe ein besseres Gewissen, wenn ich direkt bei den Bauern einkaufe. Selbst wenn es etwas teurer ist, gebe ich das gern aus und unterstütze die Leute direkt statt eine grosse Kette. Wenn ich im Laden sehe, dass etwas vom Arsch der Welt kommt, kaufe ich es nicht. Ausser Bananen – mit einem Kind hat man immer Bananen daheim.

Bio oder regional?

Regional.

Bio im Plastik oder konventionell ohne Plastik?

Beim Broccoli nehme ich lieber den kleinen, unverpackten. Ich hasse es, wenn die Dinger so gross sind. Wenn der Kleine nicht bio ist, ist mir das egal. Ich will nicht vier Tage am Stück Broccoli essen. Grundsätzlich bevorzuge ich Produkte ohne Plastik. Ich lege immer alles blutt ins Körbli. Ohne Säckli, nur mit Zetteli.

 

Kuh oder Pferd?

Beides finde ich megaherzig. Rossfleisch esse ich nicht, das der Kühe schon. Das ist eigentlich komisch. Ich würde nie Pferdefleisch probieren. Vielleicht weil ich früher geritten bin.

Hund oder Katze?

Ich möchte beide lieber nicht als Haustiere. Aber wenn meine Tochter unbedingt etwas will, dann lieber eine Katze. Ich verstehe zwar, warum Leute eine Beziehung zu einem Hund aufbauen. Gerade wenn man älter und einsamer ist, ist es schön, einen Gefährten zu haben. Aber in meiner aktuellen Situation will ich keinen Hund. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie man ein kleines Kind und einen Hund haben kann. Da würde ich die Krise bekommen.

Bist du schon mal Traktor gefahren?

Ich habe mal bei einer Kampagne mitgemacht, bei der es ums Recycling von Getränkeflaschen ging. Da durfte ich ein paar Meter Traktor fahren.

Trauffer oder Taylor Swift?

Taylor Swift. Aber auch von ihr bin ich kein grosser Fan. Sie ist zwar ein Phänomen, aber ich finde den Zugang zu ihr als Musikerin und Sängerin nicht. Da wähle ich eher Adele oder Beyoncé.

Dein Kühlschrank: eher Bauernmarkt oder Tiefkühlpizza?

Wir haben so einen kleinen Tiefkühler, da hat keine Tiefkühlpizza Platz. Und ich mag Bauernhofartikel. Aber bei uns in der Umgebung gibt es nicht so viele dieser geilen Selbstbedienungs-Kühlschränke. Wenn ich doch einmal so einen sehe, kaufe ich gern Süssmost.

Wenn du einen Tag Landwirtin wärst – was würdest du tun?

Sicher nicht Tiere schlachten. Mich widert die Massentierhaltung an. Da wäre ich eher im Garten, würde Tomaten und Salate kultivieren und anderen Arbeiten nachgehen.  

Schokolade oder Chips?

Schoggi.

Woran arbeitest du gerade?

Im November ist mein neues Album «Heat» erschienen. Ende Februar startet unsere Tour, auf der wir im Trio und im Quintett unterwegs sind.

 

Anna Rossinelli ist seit 15 Jahren eine bekannte Stimme der Schweizer Musikszene. Neben ihrer musikalischen Laufbahn, die sie etwa 2011 als Schweizer Vertretung an den Eurovision Song Contest führte, tritt sie auch immer wieder im Fernsehen auf: als Coach bei «The Voice of Switzerland» und als Fedpol-Agentin Annette Brotz in der Erfolgsserie «Tschugger».

Ab Ende Februar ist sie mit ihrem neuen Album «Heat» auf Tour.

annarossinellimusic.com

 

Mehr über Anna Rossinelli und ihre Band ist in einem neuen SRF-Dokfilm zu erfahren: Zur Doku


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